Studienpreis des Bund Katholischer Unternehmer e.V. Diözesangruppe Düsseldorf (BKU)

Studienpreis des BKU in Kooperation mit

dem ZEFIR der Ruhr Universität Bochum

Das Thema:

„Soziale Projekte in armen Stadtteilen: Kriterien des Erfolges“

Die soziale Spaltung unserer Städte in eine wohlhabende „Oberstadt“ und eine arme „Unterstadt“ nimmt zu. Die „Unterstadt“ bilden Quartiere / Stadtteile, in denen Einkommensarmut, Bildungsarmut, Beteiligungsarmut, schlechte Gesundheit und Integrationsprobleme zusammen mit infrastrukturellen und baulichen Mängeln auftreten. Viele dieser Gebiete bewegen sich auf einer Abwärtsspirale, obwohl es auch dort Förderung durch verschiedene politische Programme und durch den Einsatz zahlreicher engagierter Menschen und Organisationen, von Kirchengemeinden, Vereinen und Betrieben gibt, die alle versuchen, diese Entwicklung aufzuhalten.

Warum gelingt das in einem Fall und im anderen nicht?

Was können wir aus gelingenden Projekten der Quartiers-/Stadtteilentwicklung lernen? Wichtiger noch: Was lehren uns nicht bzw. weniger erfolgreiche Programme und Projekte? Wie wichtig ist dabei die Kooperation aller Beteiligten? Welchen Unterschied machen unterschiedliche Formen der Kooperation? Wie wichtig sind dabei einzelne Personen, die die anderen motivieren und anleiten? Warum gelingt Kooperation nicht überall gleich gut? Wie wichtig ist die Mitarbeit der Bewohner? Die Praxis der Stadtteil- und Quartiersentwicklung kann nur besser werden, wenn solche Fragen gestellt und diskutiert werden. Auf der Grundlage von konkreten Forschungsergebnissen junger Wissenschaftler/innen soll diese Diskussion angeschoben und in Gang gehalten werden.

Der Stifter

Studienpreis des Bundes Katholischer Unternehmer (BKU), Diözesangruppe Düsseldorf

in Kooperation mit dem 

Zentrum für interdisziplinäre Regionalforschung (ZEFIR) der Ruhr-Universität Bochum

 

Für den Bund Katholischer Unternehmer (BKU) ist unternehmerisches Handeln immer verbunden mit der Übernahme sozialer Verantwortung. Die Verbesserung der Lebensbedingungen in den „Unterstädten“ ist deshalb auch eines seiner Anliegen.

Daher schreibt der Bund Katholischer Unternehmer (BKU)/Düsseldorf in Kooperation mit dem Zentrum für interdisziplinäre Regionalforschung (ZEFIR) der Ruhr-Universität Bochum einen STUDIENPREIS für akademische Qualifikationsarbeiten über soziale Projekte in „armen“ Stadtteilen aus.

Dabei gilt das besondere Interesse der Kooperation der Beteiligten bzw. der Träger der Projekte, wie Bund, Land, Kommunen, kirchlicher Organisationen (Gemeinden und Hilfsorganisationen wie Caritas und Diakonie), AWO, DRK und anderer freier Träger wie auch privater Organisationen. Die Studie soll laufende oder abgeschlossene Quartiers-/Stadtteilentwicklungen (soziale Projekte, Bildungsprojekte, bauliche Maßnahmen) und ihre Wirkungen in einem namentlich benannten Stadtteil untersuchen. Sie soll einen Zeitraum von ca. fünf Jahren betrachten.

Die Arbeiten

Folgende Fragen sollen behandelt werden:

Ausgangssituation

Anzahl und Struktur der Stadtteilbewohner: Alter, Geschlecht, Nationalität bzw. Migrationshintergrund, Schul- bzw. Ausbildungssituation, Arbeitslosigkeit, Hartz IV–Bezieher, Krankheitsstand, Kriminalitätsstruktur... Welche staatlichen Stellen, kirchlichen Organisationen, freien Träger waren in diesem Zeitraum aktiv? Welche Ziele wollten sie erreichen? Wie sollten diese Ziele erreicht werden?

Durchführung

Worin bestand ihr jeweiliger Beitrag einschließlich finanzieller Leistungen? Welchen Beitrag haben die Bewohner geleistet? Wie haben die Akteure der sozialen Projekte kooperiert?

Zielerreichung

Welche Ziele sind erreicht worden und welche (noch) nicht? Und warum? Welche Rolle hat die Kooperation oder der Mangel an Kooperation für das Erreichen und/oder Nichterreichen der Ziele gespielt?

Vorgehen

Es sollen sowohl statistisch messbare Entwicklungen dokumentiert werden, als auch Presseberichte und Expertenwissen ausgewertet werden. Die Stadt/Gemeinde und das untersuchte Quartier/Stadtteil können selbst gewählt werden. Die Studien können im Rahmen von Bachelor- , Master- und Doktorarbeiten angefertigt werden. Selbstbewerbungen sind möglich. Vorschläge für den Preis können auch von den betreuenden Hochschullehrern/innen gemacht werden.

Die Kuratoren

Über die Auswahl der Preisträger befindet eine Jury, bestehend aus Professoren des ZEFIR (Ruhr Universität Bochum), dem Bund Katholischer Unternehmer Düsseldorf (BKU), dem Sozialinstitut Kommende in Dortmund sowie Mitgliedern des Landtags NRW und des Deutschen Bundestags:

Prof. Dr. Jörg Bogumil (Politikwissenschaft), ZEFIR,

Prof. Dr.  Andreas Farwick (Geografie), ZEFIR,

Maria Fischer, BKU, Vorsitzende der Diözesangruppe Düsseldorf

Prof. Dr. Rolf G. Heinze (Soziologie), ZEFIR,

Prälat Dr. Peter Klasvogt, Direktor Sozialinstitut Kommende, Dortmund

Sylvia Pantel, Düsseldorf, Mitglied des Deutschen Bundestags

Prof. Dr. Thomas Sternberg, Münster, Mitglied des Landtags NRW

Prof. Dr. Klaus Peter Strohmeier (Soziologie), ZEFIR,

Dr. Meinolf Vigener, BKU, Vorstandsmitglied Diözesangruppe Düsseldorf

Die Preise

Die drei besten Studien werden mit einem Geldpreis ausgezeichnet. Einzel-und Teamarbeiten (maximal 2 Bearbeiter) sind gleichermaßen möglich.

Das Preisgeld beträgt

  • EUR 3000,00 für die beste Dissertation
  • EUR 2000,00 für die beste Masterarbeit 
  • EUR 1000,00 für die beste Bachelorarbeit
     

Die Preisverleihung

Die prämierten Arbeiten und die auf ihrer Grundlage verfassten Positionspapiere werden von den ausgezeichneten Teilnehmern/innen in einer Festveranstaltung in Düsseldorf öffentlich und für die Presse präsentiert.

Sie werden überdies in einer Community Plattform im Web vorgestellt.

 

Förderung

Darüber hinaus erhalten alle Ausgezeichneten eine persönliche Förderung:

Fischer HRM GmbH Internationale Berater für Human Resources Management wird sie beratend beim Eintritt in das Berufsleben unterstützen.

Die Teilnahme

Der Bewerbung beizufügen sind folgende Unterlagen:

  • die für den Preis eingereichte Arbeit in gedruckter Form und als pdf
  • die Gutachten über die Arbeit
  • ein Lebenslauf des Bewerbers/der Bewerberin
  • ein kurzes Positionspapier, in dem praktische Folgerungen auf der Grundlage der eigenen Ergebnisse formuliert werden
 

Abgabetermin

Spätester Abgabetermin ist der 30.September 2016.

Die eingereichten Arbeiten dürfen bei Abgabe nicht älter als ein Jahr sein.

 

Die Bewerbungen sind einzureichen bei

Prof. Dr. Peter Strohmeier

Zentrum für interdisziplinäre Regionalforschung -ZEFIR-

Ruhr Universität Bochum

Universitätsstraße 150

44801 Bochum

peter.strohmeier@zefir.rub.de